Kochen & Backen
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Kochen & Backen

Kochen und Backen war für die Hausfrauen von einst eine selbstverständliche Tätigkeit, wie sie unter den Hausfrauen und Hausmännern heutzutage mittlerweile in solchem Umfang nicht mehr gegeben ist. Die hohe Anzahl an Fertiggerichten, die heutzutage immer unreflektierter und unkritischer konsumiert werden, hat vieles am Charakter der Zubereitung eines Mahls verändert. Dies trifft mit Sicherheit zwar nicht uneingeschränkt auf alle Haushalte zu. Doch mit Sicherheit auf ihre Mehrheit. In Zeiten, in denen der Arbeitsstress unbestreitbar zugenommen hat und Zeit Geld ist, nehmen sich immer weniger Menschen eben jene Zeit, um sich auch ein richtiges Mahl nach den Geboten der Kochkunst zuzubereiten. Da erhalten dann mal schnell die tiefgefrorenen Nudeln mit tiefgefrorener Sauce aus dem Beutel den Vorzug. Einfach ein paar Löffel Wasser oder Milch darüber und das Ganze rasch erhitzt und binnen einer Viertelstunde kommt man zu seiner warmen Mahlzeit.

 Das mag zwar ab und an durchaus verständlich und legitim sein. Doch auf Dauer gesehen ist dies eine Art der Ernährung, bei der man recht schnell den Bezug zu Nahrungsmitteln im Allgemeinen und ihrer Herkunft verliert – ganz zu schweigen von ihrer Zubereitung. Wer sich die Zeit nimmt, als Herr oder Herrin der eigenen Kochplatte den Kochlöffel zu schwingen und seine Mahlzeiten von Grund auf selbst zuzubereiten, der investiert zwar zweifelsohne mehr Zeit. Dafür erhält er aber auch vieles: mehr Genuss, mehr Geschmack, mehr Gesundheit, mehr Substanz und nicht zuletzt auch mehr Zufriedenheit. Es ist eine Binsenweisheit, die besagt, dass etwas immer besser schmeckt, wenn man es selber zubereitet hat. Doch inwiefern lässt sich das tatsächlich noch über die Fertiggerichte heutiger Tage sagen? Besonders groß ist der Anteil ja nicht, den man am Werdegang einer solchen Speise hat. Fast Food für zu Hause – zweckmäßig – mehr nicht. Man fühlt sich als der Konsument, der man in diesem Moment zweifelsohne ist.

Dass ein solches kulinarisches Erleben nicht unbedingt zu den Höhepunkten der eigenen Gaumenfreuden gehört, versteht sich von selbst. Es kann also jedem nur empfohlen werden, sich Kenntnisse in der Kochkunst zu erwerben. Selbst Hand anzulegen, wenn es um die eigene Versorgung geht, ist heutzutage eine Tugend, die reich entlohnt wird. Dafür muss man zunächst zwar Zeit investieren, doch das ist ein vergleichsweise kleines Opfer in Anbetracht dessen, was man dafür alles erhält. Und je mehr man sich daran gewöhnt, seine Speisen im Großen und Ganzen selbst zuzubereiten, desto leichter wird es auch fallen, dieses Opfer an Zeit zu bringen.